Ökonomie und Recht

Ökonomische und regulative Implikationen der Gestaltung moderner Mobilitätskonzepte.

Bei der Veränderung von Mobilitätsformen spielt zum einen die Akzeptanz der potenziellen Nutzer in Abhängigkeit von den zu erwartenden Nutzungskosten (Betriebs-, Anschaffungs- und gesamte Lebenszykluskosten), die Anforderungen an Infrastrukturausstattung und Sicherheit der jeweiligen Mobilitätsform oder auch Reichweite und Nutzungsflexibilität eine wichtige Rolle.

Zum anderen sind die Auswirkungen auf das unternehmerische Innovations- und Investitionsverhalten ebenso wie die Implikationen für Energie- und Rohstoffmärkte von Bedeutung. Das gleiche gilt für die Veränderung von Marktanteilen und Wertschöpfungsketten mit entsprechenden Folgen für den Neuentwicklungsbedarf der daran angepassten Geschäftsmodelle innerhalb des Mobilitätssektors.

Schließlich sind die mit der Entwicklung neuer Mobilitätsformen und -konzepte verbundenen Risiken für Mensch und Umwelt (z.B. bezogen auf die im Produkt enthaltenen Stoffe oder die durch den Produktionsprozess erzeugten Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette) und die sich daraus ergebenden regulatorischen Anforderungen näher zu untersuchen. Damit ergeben sich die folgenden zentralen Forschungsthemen:

  • Untersuchung der zukünftigen Verkehrsnachfrage und des Mobilitätsverhaltens vor dem Hintergrund grundlegender gesellschaftlicher Veränderungsprozesse (Alterung der Gesellschaft, zunehmende Einkommensspreizung etc.).
  • Untersuchung und Prognose der zukünftigen Wertschöpfungsanteile von Fahrzeugherstellern, Zulieferern sowie weiteren Akteuren (z.B. Energiewirtschaft, IKT-Branche) innerhalb des Mobilitätssektors als Grundlage für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.
  • Analyse der Umweltwirkungen (z.B. in Form von Product Carbon Footprints) alternativer Mobilitätsformen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.